Kiras Weg


Kira lebt nun seit dem 22.06.04 in unserem Haushalt, als direkte Nachfolgerin von Teddy. Sie ist eine Roborowski Zwerghamsterdame.

Leider hatte sie keinen leichten Start bei uns. Denn zwei Tage nach ihrem Einzug stellten wir fest, dass ihr linkes Hinterbein richtig dick geschwollen war und sie es auch kaum belastet hat.

Also wurde sie kurzerhand unserer Tierärztin vorgestellt und sie erkannte schnell, dass es sich um eine Bissverletzung handelte. Sie ist wohl in der Zoohandlung einer Beißerei zum Opfer gefallen. Jedenfalls hat sich die Wunde infiziert und musste mit Antibiotika behandelt werden. Dies erwies sich als gar nicht so einfach, denn so klein und flink wie sie ist, kann man sie kaum auf der Hand halten, geschweige denn ein Antibiotika einflössen.

Nach 1 Woche konnte man dann letztendlich immer noch keine Besserung feststellen und so wechselten wir dann das AB-Präparat. Dieses war nun in Pulverform und ich sollte es ihr unter das Futter mischen. Doch Kira hat das Zeugs schon von weitem gerochen und das Futter dann verweigert. Alle möglichen Tricks, ihr das AB einzuflössen, sind fehlgeschlagen. Es ging nur unter Zwang und das wollte ich ihr nicht auch noch antun, also sind wir wieder zur Tierärztin gefahren. Diese beschloss dann, die Behandlung einzustellen, da eine Besserung wohl nicht mehr zu erwarten ist.

Bis Oktober konnte die Behandlung letztendlich unterbrochen werden, doch dann kam ein Punkt, da war es nicht mehr mit anzuschauen. Die kleine fühlte sich offensichtlich nicht wohl, belastete den Fuß gar nicht mehr und wollte auch nicht angefasst werden. Das Beinchen wurde auch zunehmend dicker und fast lilafarben.

Folge: Wir sind mal wieder zur Tierärztin gefahren und auch sie war der Meinung, dass das so nicht weitergeht. Sie sagte mir auf den Kopf zu, dass es nur zwei mögliche Behandlungsformen gäbe: entweder Kira einschläfern oder das Bein amputieren! Mein Gott, beides war ein Schock, aber gleichzeitig war klar, es muss was geschehen. Mein Tierärztin gestand mir aber, dass die OP nicht ohne Risiko sei, da sie so einen Eingriff bei einem Hamster noch nie gemacht habe.

Nach reiflichem Überlegen, haben wir uns dann für die Amputation entschlossen und so wurde das Beinchen Ende Oktober entfernt. Kira hat es bestens überstanden und kommt nun auch mit 3 Füßen sehr gut durchs Leben. Sie macht alles, was sie vorher auch tat: Klettern, Buddeln, Rennen und natürlich auch Laufradradeln!

Das freut uns sehr und wir wünschen uns, dass die Kleine noch richtig alt wird.

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Nachdem Kira die Amputation überstanden hatte und sicherlich ein paar schöne Monate bei uns hatte (im Juni lebte sie 1 Jahr bei uns), so traf sie nun erneut ein Schicksalsschlag. Ganz langsam über gut ein halbes Jahr hatten sich in ihrem Nacken und Rücken Abszesse gebildet. Erst gingen wir davon aus, dass es sich im Nacken um ein Speckröllchen handelt, es war immer unverändert und auch nicht übermäßig dick. Doch in den letzten Wochen wurde es zu einem richtigen dicken Knubbel und wir dachten dabei an einen Tumor.

Daraufhin sind wir dann zum Tierarzt mit ihr gegangen und die konnte uns auch nicht so recht sagen, was es denn nun ist, da es ganz hart und nicht beweglich war. Da Kira angefangen hatte, sich dieses Teil aufzubeissen, wurde sie 4 Tage später operiert, am 13.07.05.

Abends durfte ich sie wieder abholen und man sagte mir, dass sich ganz viele kleine Eiterblasen und eine große Eiterblase in ihrem Rücken befanden und sie diese nun entfernt hätten. Kira sah sehr schlimm aus, überall Nähte auf dem Rücken und die Wunden mit Silberspray überzogen, damit sie sich nicht infizieren konnten.

Was mir merkwürdig vorkam war, dass Kira noch tief und fest schlief, als ich sie abholte. Die Tierärztin meinte noch, dass es sicherlich noch eine zeitlang dauern würde bis sie wieder aufwacht. Ich sollte sie massieren und ihre Liegelage immer mal wieder verändern und ihr auch regelmäßig einen Wärmehandschuh reinlegen.

Ich habe sie den ganzen abend und die darauffolgende Nacht gepflegt und behütet, allerdings war ihr Zustand unverändert. Sie lag da und wirkte wie tot, man konnte nur an den Flankenbewegungen erkennen, dass sie noch atmete.

Am nächsten morgen hab ich versucht meine Tierärztin übers Handy zu ereichen, aber leider ohne Erfolg, also nahm ich Kira dann mit zur Arbeit, weil ich sehr in Sorge um sie war, dort konnte ich wenigstens regelmäßig nach ihr sehen. Um 9.00 Uhr hab ich dann gleich in der Praxis angerufen und die Situation geschildert. Die Tierärztin konnte es auch nicht verstehen, warum Kira nach so vielen Stunden noch nicht aufgewacht ist und ich wir einigten uns, dass ich in der Mittagspause in die Praxis komme.

Ich hab dann gegen 11.00 Uhr das letzte Mal einen Wärmehandschuh in Kiras Box gelegt und ihr noch etwas Zuckerwasser ins Mäulchen geträufelt und das Bäuchlein massiert. Als ich um 12.00 Uhr mit ihr losfahren wollte, da war alles vorbei. Kira war bereits in die Leichenstarre gefallen und rührte sich nicht mehr, sie war tot.

Es tut mir so unendlich leid, dass sie nun gestorben ist. Ich hoffe, dass sie von der Narkosenacht nichts mehr mitbekommen hat und so auch nicht leiden musste.

Ich hoffe, dass es ihr auf der Regenbogenbrücke wieder gut geht.

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