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Einstreuarten

 

Zu den geeigneten Einstreuarten gehören:

- Feines Buchengranulat

- Mais- oder Hanfeinstreu (ist für Allergiker sehr gut geeignet, da es staubarm ist! Hanfstreu ist teuer.)

- Kleintierstreu:

Durch hohe Saugfähigkeit sehr gut geeignet. Bodenwanne  gut  5 cm füllen. Mittlerweile gibt es auch Kleintierspäne mit Zitronenduft, diese Einstreu sollte im Hamsterheim nicht zum Einsatz kommen, da der künstliche Zitronenduft den empfindlichen Hamsternäschen "stinkt" und die Atemwege reizen kann.

- Strohpresslinge oder Maispellets:

Hat ähnliche Eigenschaften wie die Kleintierstreu, gut geeignet. Strohpresslinge müssen hell sein, denn die grünen sind meist mit Melasse (riecht süßlich) produziert und sollte für Hamster nicht verwendet werden. Da diese Pellets ziemlich hart sind, sollte man zum Aufpolstern eine Schicht Kleintierspäne drüber geben. Die Pellets sind geruchsbindend.

- Heideland-Einstreu:

Diese  Einstreu gibt es in verschiedenen Mischungen  (z. B. Waldboden). Die Variante “Tannenwald” darf nicht für Hamster verwendet werden, da Nadelbäume und auch die Nadeln für Hamster wegen der ätherischen Öle giftig sind. Die Einstreu wird einfach über die eigentliche Einstreu aufgeworfen. Enthält auch viel Nagematerial.

 

Nicht geeignet sind:

- Sägemehl und Torfmullgemische:

Sie sind zu staubig und reizen dadurch die Augen und Nasen der Hamster. Nicht geeignet. Torf ist sehr fein und dringt beim Einatmen des Hamsters in dessen Atemwege ein und zersetzt diese!!!

- Rindenmulch:

gesiebter Rindenmulch schimmelt sehr schnell und sollte deswegen besser nicht als Einstreu verwendet werden. 

 

Vorsicht mit:

Erde aus dem Garten! Sie darf zum Buddeln in einem gesonderten Schälchen angeboten werden, aber nicht als Haupteinstreu! Erde enthält Feuchtigkeit. Diese wird vom Hamsterfell aufgenommen, besonders bei den langhaarigen Hamstern. Erkältungskrankheiten sind die Folge!

 

 

Fellpflege

Jeder Hamster braucht sein tägliches Bad zur Fellpflege, daher empfehle ich Chinchillasand. Er ist sehr weich, Verletzungen sind somit ausgeschlossen. Chinchillasand enthält Bimsmehl und ist somit auch wohltuend für die Haut und das Fell des Hamsters. Einfach einen kleinen Keramiktopf in den Käfig stellen und der Badespaß kann beginnen.

Bitte keinen Vogelsand oder gar Katzenstreu geben, diese Arten der Einstreu sind nicht für zarte Hamsterpfötchen gedacht. Verletzungsrisiko! Vogelsand oder Sandkastensand ist grobkörniger als Chinchillasand. Dadurch kommt es dann beim Sandbad des Hamsters zur Haarschädigung. Das Fell wird splissig!

Katzenstreu wird evtl. gefressen und kann im Magen der Tiere verklumpen und zum Tode führen. Schon der eingeatmete Staub von Katzenstreu kann in den Lungen verklumpen und zu Atemproblemen führen. Das normale Katzenstreu kann bei Verzehr giftig sein. Das gilt auch für das Hamsterstreu (wird oft beim Kauf einer Hamstertoilette mitgeliefert).

 

 

Das Nestbaumaterial

 

Zum Schlafen benötigen Hamster ein kuschelig, warmes und weiches “Bettchen”, in ihrem Schlafhäuschen. Dafür brauchen sie folgende Materialien:

  • Scharpie,  (es besteht aus Leinenfäden, im Zoohandel)
  • Tempotaschentücher, unbeduckt und unparfümiert
  • Heu
  • unbedruckte, unparfümiertes Klopapier
  • Hanfmatten
  • Kapok

Kapokschoten:

Bei Kapok handelt es sich um Baumwollschoten, sind sie offen kann sich der Hamster daraus Baumwollfäden ziehen. Die Baumwolle ist seidig weich und flauschig und wird sehr gerne auseinandergerupft und als Nestbaumaterial verwendet. Meine Hamster lieben sie!

Leider driften zum Thema Kapok die Meinungen auseinander, die eine Hälfte der Hamsterhalter benutzt es regelmäßig, die anderen sind absolut dagegen, da sie der Ansicht sind, das Kapok sei sehr staubig und würde somit die empfindlichen Augen der Hamster reizen. Dieser Aussage kann ich persönlich allerdings nicht zustimmen, denn ich hatte bisher noch keine Kapokschote, die staubt und somit den Hamstern Schaden zufügt. In diesem Fall hilft nur eins: Eine Schote kaufen und ausprobieren, dann kann man sich selber darüber ein Urteil bilden.

Ein Grund, warum manche Kapokschoten staubig sind, könnte darin liegen, dass es sich um eine dunkle Schote handelt, helle Kapokschoten stauben nicht. Deshalb sollte man beim Kauf darauf achten, dass man sich eine helle Schote aussucht.

 

 

Weniger geeignete Materialien:

Kokosfasern:

Sind eher für Vögel gedacht, da sich Hamster mit ihren kleinen Füßchen leicht darin verfangen können.

 

Hamsterwatte:

Kann die Backentaschen verstopfen und sich um die Füße oder gar den Kopf verwickeln. Sie steht im Verruf wirklich lebensbedrohende Verletzungen zu verursachen. Lieber auf die Watte verzichten und durch Klopapier oder Taschentücher ersetzen.

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