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Genetik

 Grundlagen zur Hamstergenetik:

Für äußerliche und charakterliche Eigenschaften, die einen Hamster ausmachen, sind zwei verschiedene Gentypen zuständig. Es gibt dominant oder rezessiv vererbbare Gene. Das dominante Gen setzt sich immer gegenüber einem rezessiven Gen durch!

Rezessive Gene können sich nur durchsetzen, wenn sie in einem Chromosomenpaar von keinem dominanten Gen unterdrückt werden.

Es gibt jedoch die Phäo- und Eu-Melanine, sie haben auch Einfluss auf die Eigenschaften eines Hamsters, z.B. stehen sie für die Schattierung im Fell.

Eine rezessive Eigenschaft ist langes Haar, z.B. das des Teddyhamsters. Ein dominantes Gen steht für kurzes Haar, wie beim gewöhnlichen Goldhamster.

Ein Tier hat entweder rezessive oder dominante Gene in sich. Das bedeutet: Ein Nachkomme kann zum Beispiel langes Fell bekommen, obwohl die Eltern kurzhaarig sind. Das liegt daran, dass beide Elterntiere ein rezessives Gen in sich tragen. Zur Vereinfachung des Textes dient die Skizze. (zum Anschauen einfach draufklicken!)

Es gibt einen großen Unterschied zwischen dem genetischen Erbwert - dem Genotyp - und dem tatsächlichen äußeren Erscheinungsbild, auch Phänotyp genannt. So können Geschwistertiere gleich aussehen, sind aber aufgrund ihrer unterschiedlichen Erbinformation ganz verschieden.

Ein Teddyhamster ist homozygot, weil er zwei rezessive Gene in sich trägt (LL). Ein Kurzhaarhamster (dessen Elternteil ein Langhaar ist), trägt in jedem Fall ein dominantes Gen (K) und ein dominantes Gen (L) in sich, das nennt man dann heterozygot.

 

Nun folgen ein paar Beispiele, wie sich diese beiden Gene auf die Nachkommen auswirken:

  • kurz- bzw. normallanges Fell ist immer dominant gegenüber langhaarigem Fell;
  • Satin-Schimmer im Fell vererbt sich immer dominant;
  • einfarbiges Fell vererbt sich immer dominant gegenüber verschieden farbigem Fell;
  • die wild- oder urfarbenen Fellvarietäten vererben sich immer dominant;
  • schwarzes Fell vererbt sich immer dominant, jedoch schwarz verpaart mit braun vererbt sich rezessiv;
  • unter den weißen Chinesischen Zwerghamster können sowohl rezessive, als auch dominante Typen vorkommen;
  • Dshungaren mit blauem Fell werden rezessiv, Perlmuttfarbene hingegen werden immer dominant vererbt;
  • gescheckte Chinesische Zwerghamster vererben sich dominant;

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