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Die Sinnesorgane

 

Augen:

Da der Hamster ein nachtaktives Tier ist, hat er kein gutes Sehvermögen. Farben und Formen können nicht richtig erkannt werden. Jedoch ist es ihm möglich, mit seinen hervorstehenden Augen einen Umkreis von 360° zu überblicken. Er ist kurzsichtig und kann daher Konturen nur bis zu 1 m scharf erkennen.

Ohren:

Die Ohren sind wohl das am stärksten ausgeprägteste Sinnesorgan. Er kann Klänge aus dem Ultraschallbereich wahrnehmen. Dies dient dazu, Feinde herankommen zu hören; auch die Kommunikation zu ihren Jungen wird im Ultraschallbereich geführt. Damit Hamster tagsüber in Ruhe schlafen können, falten sie ihre Ohren zusammen.

Nase:

Auch das Riechen hat für den Hamster große Bedeutung. Er kann anhand seiner Nase Nahrung in weiter Entfernung wittern. Auch den Menschen erkennt er an seinem Geruch. Sein Revier kennzeichnet er durch Duftmarken, Kot und Harn. Kommt ein Hamster in eine neue Umgebung sollte man ihm etwas von seiner “alten” Einstreu in das neue Revier legen.

Fühlen:

Den Tastsinn übt der Hamster über seine “Schnurrbarthaare” (Vibrissen) aus. Mit ihnen kann er fühlen, ob eine Höhle breit genug ist, um sich zu verkriechen. Ebenso werden Hindernisse erkannt.

 

Anatomische Besonderheiten

 

Backentaschen:

Diese sind mit Härchen ausgekleidet. Mit ihnen kann der Hamster eine Nahrungsmenge von ca.20 g erfassen. Da die Taschen trocken sind, finden darin auch keine Verdauungsprozesse statt. Zum Entleeren streicht sich der Hamster geschickt von hinten nach vorne über die Backentaschen. (Auf dem Bild ist Teddy mit gefüllten Backentaschen zu sehen.)

Talgdrüsen:

Die Talgdrüsen sitzen beim Goldhamster beiderseits an den Flanken. Mit ihnen setzt er Duftmarken ab. Beim Zwerghamster sitzen die Talgdrüsen an der Bauchunterseite.

Zähne:

Der Hamster hat 16 Zähne, davon sind 4 Schneidezähne (auch Nagezähne genannt) und die restlichen sind Backenzähne. Es ist immer wichtig, dass ein Hamster genügend Nagematerial zur Verfügung hat, da die Schneidezähne einen offenen Wurzelkanal haben und darum ständig nachwachsen. Dies kann dann zur Folge haben, dass der Nager keine Nahrung mehr zu sich nehmen kann. In solche  Fällen sollte man die Zähnchen vom Tierarzt kürzen lassen.

Magen und Darm:

Der Hamster besitzt einen zweikammrigen Magen. Einen Vormagen, in welchem die Nahrung aufgeweicht wird und einen Drüsenmagen, welcher die Nahrung dann in seine Bestandteile zersetzt.

Vordergliedmaßen:

Mit den besonders starken Vorderbeinchen erledigt der Hamster seine größte Arbeit. Er gräbt, buddelt und klettert. Die Vorderpfoten haben 4 Zehen und einen kleinen verkümmerten Daumen; die Hinterpfoten haben 5 Zehen.          

 

Das Skelett

Bezüglich ihrer Körpermasse haben Hamster ein sehr zerbrechliches Skelett. Sollten sie aus geringer Höhe abstürzen, kann man eventuell schon mit Knochenbrüchen rechnen. Sie sind aufgrund ihrer kurzen Beinchen nicht in der Lage große Stürze abzufedern.

Darum sollte der Hamsterbesitzer gut darauf achten, dass solche Gefahrenquellen vermieden werden. (z. B. Tischhöhe, Absturz von der Menschenhand auch zu hoch angebrachte Ebenen im Gehege)

Wenn der Hamster eine Gliedmasse nicht mehr belastet oder nach sich zieht, dann ist es in den meisten Fällen ein Knochenbruch, selten eine Prellung!

Bei Zweifeln immer den Tierarzt befragen!

 

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